„Dutschke“. Ein „Dokudrama“ von Stefan Krohmer und Daniel Nocke

Voll war es und fast ein wenig beschaulich, zur exklusiven Voraufführung von “Dutschke” im tazcafé, Rudi-Dutschke-Strasse. Als wenn es nicht schon bedeutsam genug wäre, dass es Rudi Dutschke gegeben hat und schon viel über ihn reflektiert wurde, haben sich nun Stefan Krohmer und Daniel Nocke auf Spurensuche begeben, um seiner Person einmal mehr eine öffentliche Privatheit zu verleihen.

Der Film stellt Dutschkes intentionales Menschsein in den Vordergrund.  Es sei zu wenig über die politische Motivation Dutschkes gesagt, kaum etwas zur Bewegung, merkt Christian Semler an, ein naher Weggefährte Dutschkes. Die Reflektion während des Filmverlaufs, ob Rudi Dutschke nun geeignet sei als Protagonist eines Spielfilmes oder ob er dieses nicht sei, wirkt unpassend eitel und verweist letztlich auf die Schwierigkeiten des Drehbuchs.

Erfrischend sind die Interviewpassagen mit Gaston Salvatore. Christoph Bach als Dutschke überzeugt in den kurzen dramatischen Passagen des Films. Rudi Dutschke rückt menschlich näher. Politischen Biss hat “Dutschke” jedoch nicht und dies ist sehr bedauerlich.


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